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Montag, 18. Dezember 2017

Public Release des Alters-Atlas

Am Freitag, 15. Dezember wurde nach einer langen und intensiven Projektphase der Alters-Atlas der FHNW öffentlich publiziert (siehe www.altersatlas.ch). Im Rahmen der Strategischen Initiative «Alternde Gesellschaft» wurde in Zusammenarbeit zwischen dem Institut Vermessung und Geoinformation HABG und dem Institut für Wirtschaftsinformatik HSW eine interaktive Informations-Plattform Alters-Atlas konzipiert und umgesetzt. Diese steht nun via Internet einer Vielzahl von Nutzerinnen und Nutzern zur Verfügung.
Mit dem Alters-Atlas wurde das Ziel verfolgt, den Altersstrukturwandel in seinen sozialräumlichen und lebenslagenspezifischen Dimensionen, z.B. der Altersgruppenverteilung oder demographischen Entwicklung, mittels einer ‚Landkarte der alternden Gesellschaft’, insbesondere für
die Trägerkantone der FHNW: Aargau, Basel-Landschaft, Basel-Stadt und Solothurn, visuell
darzustellen. Dabei war der Anspruch die erläuternden und verknüpfenden Dimensionen der
Altas-Tradition zu übernehmen, aber etwas weg zu kommen vom Image des dicken verstaubten
Bibliothekbuchs, das manchen Atlanten scheinbar anhaftet.
Abbildung 1: Startseite des Alters-Atlas.
Die Startseite des Alters-Atlas ermöglicht verschiedene Einstiege in das Thema «Alternde Gesellschaft», nämlich über die sogenannten Lebenslagen oder über verschiedene Themen und Schlagwörter (Tags). Es kann jedoch auch eine zufällige Information aufgerufen oder nach spezifischen Begriffen gesucht werden. Unabhängig vom Einstieg sind die Inhalte dahinter als «Karten» konzipiert, die sich mit Titel, einer Visualisierung und einer kurzen Beschreibung mit jeweils einem Thema beschäftigen.
Abbildung 2: Beispiel einer «Karte» zur Entwicklung des Bildungsstandes älterer Menschen – inkl. Navigation zu weiteren Karten rechts oben.
Die Karten wurden zu einem Netzwerk von Informationen verknüpft, so dass entlang der Verbindungen inhaltliche Geschichten erzählt werden können. Aber auch eine freie Erkundung der Inhalte innerhalb des Netzwerks ist möglich. Die Verknüpfungen einer Karte werden jeweils oben rechts im Fenster als Teil des Netzwerks dargestellt. Dieser Ausschnitt des Netzwerks dient direkt der Navigation zwischen den Karten, wobei die grüne Linie die empfohlene Geschichtenlinie widerspiegelt und alle darunterliegenden Titel Verbindungen zu thematisch verwandten Karten sind.

Abbildung 3: Typische Diagrammarten im Alters-Atlas.
Ein weiterer Anspruch an den Alters-Atlas war, dass er Inhalte aus verschiedenen Datenquellen darstellen soll. Diese Quellen sind der Alters-Survey, weitere Projekte der SI Alternde Gesell-schaft sowie statistische Daten, wie z.B. vom Bundesamt für Statistik. Da die Datengrundlage sehr unterschiedlich ist, wurden mehrere Diagrammtypen (Abbildung 3) definiert, so dass qualitative und quantitative Daten visualisiert werden können.

Nach dieser kurzen Einführung in den Alters-Atlas wünschen wir Ihnen frohes Erkunden!
http://www.altersatlas.ch/

Donnerstag, 14. Dezember 2017

Zukunftstag 2017 – 86 Schülerinnen und Schüler zu Besuch an der FHNW in Muttenz

Im Rahmen des nationalen Zukunftstags am 9.11.2017 wurden am Standort Muttenz sieben ganztägige Workshops für Mädchen angeboten, die alle bis auf den letzten Platz ausgebucht waren. Mit viel Begeisterung und Staunen wurden Roboter gebaut, Brücken konstruiert, leuchtende Flüssigkeiten pipetiert und eigene Webseiten entworfen. Neu dabei waren zwei Workshops zum Thema Licht und Recycling & Ressourcen.
Im Geomatik-Workshop durften die Mädchen kreativ werden beim Darstellen von Lärmkarten 
Im Geomatik-Workshop konnten die 5.-7. Klässlerinnen ihre eigenen Lärmkarten visualisieren, wobei einige Kunstwerke entstanden. Am Nachmittag war exaktes Vermessen und ‘5erli’-Suchen angesagt. Einen Einblick in die Geoinformatik erhielten die Mädchen im Informatik-Workshop. Hierbei durften sie mit der Programmiersprache Python ihre erste kleine Anwendung programmieren.
Der Nachmittag im Geomatik-Workshop war dem Vermessen gewidmet
Ihre erste Programmiersprache (Python) konnten die Schülerinnen im Informatik-Workshop lernen.
Die Mitarbeitendenkinder durften sich am Zukunftstag auch wieder über ein abwechslungsreiches Programm von Photogrammetrie über Architektur bis hin zu Energie und Nachhaltigkeitsfragen freuen.
Kinder von Mitarbeitenden im Architekturworkshop
Somit belebten am Zukunftstag 2017 86 Schülerinnen und Schüler die FHNW in Muttenz und belohnten alle Helferinnen und Helfer mit begeisterten und wissbegierigen Kinderaugen.

Mittwoch, 23. März 2016

App in die Römerzeit!

Stephan Nebiker bei der Präsentation der App an der
Jahresmedienkonferenz von Augusta Raurica
Mit der neuen App für Augusta Raurica, welche das Institut Vermessung und Geoinformation (IVGI) der FHNW in Zusammenarbeit mit dem wissenschaftlichen Team der Römerstadt entwickelt hat, wird Unsichtbares sichtbar, denn grosse Teile der antiken Römerstadt sind heute leider verschwunden oder verborgen.
Dank der neuen App wird es jetzt spannend und plötzlich sichtbar, dass die grüne Wiese im Vorfeld der Theaterruine in der Zeit um 200 nach Christus ein dicht bebautes, pulsierendes Stadtquartier war.
Interaktive Strassenszene in der Augusta Raurica App
Die App kann aber nicht nur vor Ort, sondern auch gemütlich vom heimischen Sofa aus studiert werden, beispielsweise mit der interaktiven 3D-Karte. Vor Ort bietet die App eine Führung vom Bus-Parkplatz bis zum Museum samt dreisprachigem Audio-Guide und Zusatzinfos in Text und Bild.
Mit einem interaktiven Panoramabild einer lokalen Strassenszene können Besucherinnen und Besucher erkunden, wie es an identischer Stelle vor 2000 Jahren ausgesehen hat und wie geschäftig es im heute eher beschaulichen Augst damals zu und her ging.
Das audiovisuelle Abtauchen in die Römerzeit vor 2000 Jahren nennt die Fachwelt "Augmented Reality". Auf dem Weg zur computergestützten Erweiterung der Realitätswahrnehmung durch verortete Informationen wird die App-Version 1.0 allerdings bloss der erste Schritt sein. Das IVGI-Entwicklungsteam um Martin Christen und Stephan Nebiker denkt bereits über wesentlich leistungsstärkere Folgeversionen nach, dank denen man von einem beliebigen Standort aus jene Ansicht simulieren und überlagern kann, die sich einem Römer an der genau gleichen Stelle vor 2000 Jahren geboten hätte.
Screenshot: Karte mit den 4 Posten
Bei der Entwicklung der kostenlosen App, welche ab sofort für Android-Smartphones und in Kürze für iPhones heruntergeladen werden kann, konnte die Römerstadt auf die langjährige Zusammenarbeit mit der FHNW und deren Fachwissen zurückgreifen. So waren Dozenten und Studierende des IVGI vor drei Jahren bereits an der Realisierung des grossen Bronzemodells von Augusta Raurica beteiligt.

Die App „Unsichtbares sichtbar machen“für Android und iPhone erhältlich:

App im Android Play Store 
App im Apple App-Store


Projekteam:

Martin Christen
Dozent für Geoinformatik

Prof. Dr. Stephan Nebiker
Dozent für Photogrammetrie, Fernerkundung und Geoinformatik

Stefan Blaser
Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Donnerstag, 10. Dezember 2015

Zukunftstag 2015

Grosse Vielfalt, gute Stimmung und spannende Workshops am Standort Muttenz. Was hat Dir am Zukunfstag besonders gefallen? 'alles!'

Über 60 Kinder der 5.-7. Schulklasse haben am diesjährigen Zukunftstag 2015 an der FHNW in Muttenz  Peperoni operiert, mit elektronisch verkabelten Bananen Klavier gespielt, eine Webseite oder Lärmkarte gestaltet, Papierbrücken, Boote oder Roboter gebaut, mit Python programmiert oder milimetergenau vermessen. Die fünf ausgebuchten Workshops in den Spezialprogrammen 'Mädchen-Technik-los' (HLS, HT, HABG), 'Mädchen-Bauen-los' (HABG) und 'Mädchen-Informatik-los' (HABG) waren ein neuer Rekord für den Standort Muttenz.
Am IVGI wurden in Zusammenarbeit mit den IT Services zwei Spezialworkshops angeboten:
Im Geomatik-Workshop konnten die Mädchen mit Smartphones dB-Werte messen. Gleichzeitig trackten die Messgruppen ihre Bewegungen mit einem GPS-Empfänger. Die Mädchen erstellten daraus mit viel Enthusiasmus eine Lärmkarte. Einige waren so begeistert, dass sie jede freie Minute - über Mittag und vor dem Apéro am Nachmittag – opferten, um ihre Lärmkarte zu perfektionieren und Fragen zu stellen! Am Nachmittag machten sie sich auf Schatzsuche und konnten an unterschiedlichsten Messgeräten selbst Hand anlegen.

Spezialworkshops am IVGI: Pythonprogrammierung, Vermessung, GIS (Fotos: A. Horlacher, M. Ingold)


Bei den 'Informatik-Mädchen' war Kreativität gefragt, sei es um mit Hilfe von Python Bilder zu erzeugen oder um eine Weseite mit HTML zu entwerfen. Zwei 'Computersprachen' an einem Tag! Die Begeisterung der Mädchen schlägt sich auch hier in den Rückmeldungen wieder. Auf die Frage: 'Kannst Du Dir vorstellen, den Beruf zu lernen, den du heute kennengelernt hast?' gab es viele positive Antworten: ' Ja, weil … es war sehr spannend und toll', '…es sehr cool ist' oder '…es mich sehr interessiert hat'.

Im Workshop 'Mädchen-Bauen-los'  des IBau entwarfen die Teilnehmerinnen die unterschiedlichsten Bootstypen, welche dem turbulenten Wasserkanal stand halten mussten. Die statisch optimierten Papierbrücken konnten Belastungen von bis zu 1.4 kg aushalten. Durch den Workshop führten zwei Studentinnen des IBau mit viel Engagment!

Mitarbeitendenkinder 'erleben' die grosse Vielfalt an der FHNW in Muttenz (Fotos: A. Horlacher)
Den Kindern, die Mitarbeitende der FHNW an diesem Tag zur Arbeit begleiteten, wurden ebenfalls vielfältige Einblicke in die Tätigkeiten am Standort Muttenz geboten: von der Mathevorlesung über das Verfahrtenslabor das Bananenklavier, die Operationssimulation und das Energie- und Lichtlabor bis hin zur Vermessung. So konnten die Kinder in die Rollen von Studierenden schlüpfen, sich als Chirurgin oder Chirurge betätigen, Musik spielen, im Labor aktiv werden, Licht mit allen Sinnen erfahren und nähreres über hochgenaue Messtechnologie lernen. Die Kinder haben wohl mehr von den Aktivitäten am Standort Muttenz gesehen und erlebt als so manche von uns!

Am Apéro und in den Pausen kam auch das Soziale nicht zu kurz (Fotos: A. Horlacher, M. Ingold)
Beim abschliessenden Apéro durften die Kinder ihren Eltern stolz ihre selbst gebauten Roboter, ihren programmierten Kunstwerke, statisch geprüften Papierbrücken, die selbst erfassten und gestalteten Lärmkarten und fantasivollen Boote präsentieren. Ein Highlight war wieder einmal der 'Sandkasten des IVGIs'. Die Begeisterung war überall zu spüren, sei es bei den zufriedenen Kindern, den stolzen Eltern oder bei den hochengagierten Workshopleitenden und Helferinnen. Ihnen allen an dieser Stelle ein ganz grosses Dankeschön… auch von Seite der Eltern. Zitat aus einer Feedback-Mail: 'Kurzum: Wir stellen die Bestnote aus und bedanken uns beim Organisationsteam und den Mitarbeitenden der FHNW sehr herzlich für das ausserordentliche Engagement und die Grosszügigkeit.'

Dienstag, 8. Dezember 2015

Erfolgreicher Projektabschluss "TQual"

Das Projekt "Track Quality Asset Managementsystem für die Meterspur" hatte die Entwicklung eines flexibel einsetzbaren Messsystems für die effiziente Erfassung von Gleisparametern zum Ziel. Diese Parameter dienen als Grundlage für den Aufbau einer zeitgemässen Diagnostik für ein Infrastruktur-Erhaltungsmanagement. Das Projekt wurde zusammen mit dem Wirtschaftspartner iNovitas AG und mit der Unterstützung des Forschungsfonds Aargau realisiert.

Projektteil 1: Aufbau eines flexiblen Messsystems
Insbesondere auf dem Schmalspurmarkt existieren heute keine entsprechenden Messfahrzeuge, welche die gewünschten Messungen umfassend durchführen können. Die Nichtexistenz ist damit zu erklären, dass einerseits der Markt zu klein ist und anderseits die existierenden Messsysteme (Diagnosefahrzeuge) für eine Privatbahn bzw. Meterspurbahnen entsprechend zu teuer sind.

Die heute auf Diagnosefahrzeugen eingesetzte Sensorik und Messverfahren sind gebunden an ein festinstalliertes Messschienenfahrzeug. Entsprechend ist die Flexibilität bzw. der Einsatz des Messsystems auf diversen Schmalspurnetzen sehr schwierig, umständlich und damit teuer.

TQual hatte das Ziel, neuste Entwicklungen im Bereich der Erfassungssensorik mit einem neuen Messverfahren zu kombinieren, wodurch die angestrebte und notwendige Flexibilisierung der Datenerfassung ermöglicht wird.
Zu diesem Zweck wurde ein spezieller hochaufgelöster Scanner zusammen mit der Fraunhofer Gesellschaft entwickelt und ein flexibler Messsystemaufbau realisiert. Entsprechende Messsystemkalibrierverfahren wurden entworfen und implementiert.
Das entwickelte Messsystem konnte im Rahmen des Projektes erfolgreich für eine Streckennetzdeckende Messkampagne eingesetzt werden.
Der Rail Track Scanner im Einsatz bei der Rhätischen Bahn, den Verkehrsbetrieben Zürich und der Gornergratbahn

Projektteil 2: Datenauswertung

Auf Basis der erfassten Daten wurden in einem zweiten Projektteil spezielle Auswertealgorithmen und Datenverarbeitungs-Workflows entwickelt, welche es ermöglichen die gesuchten Gleisparameter aus den erfassten Rohdaten zu extrahieren. Diese Daten können im Anschluss für die Gleis-Diagnostik verwendet werden und bilden damit die Basis für ein messtechnisch gestütztes Gleis-Erhaltungsmanagement.

Die erreichten Projektresultate konnten erfolgreich mit unabhängig gemessenen Gleisparameter-Daten verifiziert und damit das entwickelte Messsystem auf deren Funktionstüchtigkeit hin geprüft werden.
Rohpunktwolke und interpretierte Gleisoberflächenabschnitte als Grundlage für die Parameterextraktion
Fazit

Die iNovitas AG hat die Projektresultate als Zusatzmodul TQC in ihr infra3DRail Produkteportfolio integriert.
Durch das TQual-Projekt konnte das vorhandene Knowhow am Institut Vermessung und Geoinformation (IVGI) zum Thema Mobile Mapping im Allgemeinen und zum bildbasierten Mobile Mapping im Speziellen um den Bereich Mobile Laserscanning (MLS) mit Hochleistungsscannern erweitert werden. Damit konnten die früheren Erfahrungen und Kenntnisse zu den Möglichkeiten und Grenzen von MLS deutlich ausgebaut werden. Das TQual-Projekt hat dem IVGI-Team auch den Einstieg in den neuen Anwendungsbereich des Infrastrukturmanagements im Bahnbereich ermöglicht.
Im Rahmen der Gornergratbefahrung mit dem TQual-System wurde ein kurzer Beitrag in der Sendung "Schweiz Aktuell" im Schweizer Fernsehen ausgestrahlt.
https://www.youtube.com/watch?v=CCv4zCVJ9fE

Montag, 22. Juni 2015

GeOlympic Sommercamp mit IVGI Unterstützung

Das IVGI begleitet und unterstützt die Kandidatinnen und Kandidaten der Geografie-Olympiade iGeo 2016 in Peking (siehe http://swissgeolymp.ch/). Vom 15.-20. Juni 2015 trafen sich 21 top motivierte Jugendliche im ESRI GeOlympic Sommercamp in Hottwil zur Vorbereitung. Einige Impressionen vom Camp sind auf http://arcg.is/1QPdoOZ zu finden und auch die Aargauer Zeitung hat darüber berichtet (Link zum Artikel). Nach einer Einführung in den Jurapark Aargau ging’s auf Fledermausexkursion in Wil. Trotz feuchter Witterung flogen die Fledermäuse aus und konnten mit Ultraschall-Sensoren ‚beobachtet’ werden. Die erhobenen Daten wurden am Dienstagmorgen analysiert. Den Rest der Woche verbrachten die potentiellen Olympioniken mit einer Habitats-Analyse für gefährdete Fledermauspopulationen im Jurapark Aargau. Datenmodelle wurden erstellt, Daten im Feld erfasst und alles in ArcGIS Online ausgewertet. Die verschiedenen erstellten Storymaps wurden am Samstagmorgen allen Interessierten präsentiert und das Sommercamp mit einem Apéro abgeschlossen.
Teilnehmende des GeOlympic Sommercamps

Montag, 18. Mai 2015

3D-Rekonstruktion Meyersche Stollen

In der Auffahrtswoche wurden die Meyerschen Stollen in Aarau von den Studierenden des G6 erfasst. Die Projektarbeit findet in Zusammenarbeit mit dem Stadtmuseum Aarau und der Interessensgemeinschaft Meyersche Stollen statt. Die Meyerschen Stollen sind am Ende des 18. Jahrhunderts im Untergrund der Stadt Aarau manuell ausgegraben worden und dienten der Entwässerung einer Textilfärberei.
 
Enge Platzverhältnisse...
Aufnahmen mit Laser Scanner

Die erstmalige dreidimensionale Erfassung der Stollen mittels Laserscanning bietet einige Schwierigkeiten, auch neben dem anspruchsvollen messtechnischen Aspekt. Die meisten Gebiete sind nur schwierig zugänglich und ein Teil ist, je nach Witterungsbedingungen der vergangenen Tage, gar unter Wasser. Dazu kommt, dass die optimale Ausleuchtung innerhalb des Stollens jeweils pro Scan-Station manuell organisiert werden muss. Die 3D-Erfassung wurde mit zwei Faro Focus 3D Scannern vorgenommen, welche freundlicherweise für die Dauer des Projekts von der Firma allnav zur Verfügung gestellt wurden.
Für den Datentransfer und erste Auswertungen wurde ein Büro provisorisch im Museumsraum installiert.

Studierende bei der Auswertung im provisorischen Büro
Die detaillierte Auswertung der Messdaten und die umfassenden Analysen erfolgen in der darauf folgenden Woche und werden mit einer Präsentation am Freitagnachmittag des 22. Mai ab 15:15 Uhr im Raum 631 der FHNW in Muttenz beendet.

Montag, 11. Mai 2015

Lärm in der Idylle

Die Schülerinnen und Schüler bei der Feldaufnahme der Lärmdaten
 Am 6. Mai 2015 fand an der Kantonsschule in Trogen ein weiterer TecDay der SATW statt, an welchem auch das IVGI mit einem Modul teilnahm.
Wiederum brachten wir den Schülerinnen und einem Schüler die Lärmthematik näher. Die Schülerinnen und Schüler wurden in die Problematik der Lärmverschmutzung und deren Auswirkungen sowohl auf die Gesundheit als auch die Wirtschaft aufmerksam gemacht.
Da die Kantonsschule in Trogen in einer sehr ruhigen, ländlichen Gegend liegt, ist das Thema Lärm nicht offensichtlich im Bewusstsein der meisten Menschen, die dort leben. Dennoch konnte nach dem Modul in der Umfrage festgestellt werden, dass es uns gelang, die jungen Menschen für das Thema zu sensibilisieren:

Lärmkarte anhand der Messungen mittels Smartphone
- Wenn es uns bewusst ist, wo das Problem liegt, sollte man handeln. Unsere Gesundheit steht an erster Stelle.
- ich finde das ist ein sehr ernst zu nehmendes Problem. Ich finde es sehr spannend, sich mit diesem Thema auseinander zu setzen.
- Das Problem ist grösser als ich erwartet hätte.
Die Schülerinnen und der Schüler erhoben rund um ihre Schule Lärmemissionen und trugen sie wiederum in unser Lärmprojekt ein.
Als Ergebnis zeigte sich eine Lärmkarte, wie sie unter www.see--you.ch/decibel/viewer abgerufen werden kann. Interessant war auch, wie die Schülerinnen und Schüler beim Quiz, in welchem sie die Decibelwerte zu ausgewählten Geräuschen schätzen sollten, überrascht waren, wie laut gewisse Alltagsgeräusche sind.

 Die Rückmeldungen sowohl seitens der Schülerinnen und Schüler als auch der Lehrperson waren sehr positiv.


Ergebnisse des Quiz

Montag, 8. Dezember 2014

Zukunftstag 2014 am IVGI

Zukunftstag 2014 - Informatikerin oder Geomatikerin lernen? 'Ja, weil es Spass macht!'
Über 40 Kinder der 5.-7. Schulklasse haben am diesjährigen Zukunfstag 2014 an der FHNW in Muttenz  'Boote im Wasserkanal versenkt', 'Schildkröten programmiert', 'statisch geprüfte' Papierbrücken gebaut und zur Abwechslung Lärm 'nur' kartiert. Die drei in Muttenz angebotenen Spezialprogramme 'Mädchen-Technik-los' (HLS), 'Mädchen-Bauen-los' (HABG, IBau) und 'Mädchen-Informatik-los' (HABG, IVGI) waren allesamt ausgebucht.
Den Mädchen im Programm „Mädchen-Informatik-los“ wurde am Morgen mit Anwendungen zum „selber Ausprobieren“ die Themen- und Projektpalette der Lehre und Forschung in Geoinformatik am IVGI präsentiert. Danach wurde mit einem Themenblock zur Lärmbelastung, zu GNSS und zum mobilen Internet auf eine Messkampagne rund um die FHNW vorbereitet. Draussen konnten die Mädchen dann mit Smartphones dB-Werte messen und mit der IVGI-Lärmapp kartieren. Gleichzeitig trackten die Messgruppen ihre Bewegungen mit einem GPS-Empfänger. Die Resultate – eine Lärmkarte der Fachhochschulumgebung und eine Dichtekarte der Bewegungen– wurden nach dem gemeinsamen Einlesen und Hochladen der Daten im Schulzimmer diskutiert.


'Mädchen-Informatik-los' am IVGI
Auch die Programmierung hat bei den Mädchen einen bleibenden Eindruck hinterlassen und  die Teilnehmerinnen des Informatik-Workshops waren bis zum Ende voll Elan dabei, obwohl es ein langer Tag war. In den Rückmeldungen gab die  Mehrzahl der Mädchen dann an, dass sie es sich vorstellen können, im Informatik-/Geomatikbereich einen Beruf zu ergreifen - weil Programmieren Spass macht!


Vollste Konzentration bis zum Schluss - Teilnehmerinnen beim Programmieren
Auch für die Kinder der FH-Mitarbeitenden wurde am Zukunftstag ein eigenes Spezialprogramm geboten. So konnten die Jungs im Privatunterricht Vermessungsgeräte studieren, wurden von Laser gescannt oder haben den Studierenden bei der Aerotriangulation geholfen - alles an einem Tag!

Zukunftstag 'Special-guests' am IVGI
Beim abschliessenden Apéro durften die Kinder dann ihren Eltern stolz ihre programmierten Kunstwerke und die selbst erfasste Lärmkarte erklären. Viele freudig leuchtende, aber auch müde Kinderaugen nach einem erlebnisreichen und spannenden Tag.
Ganz herzlichen Dank an alle Beteiligten und Workshopleitenden - es war ein super Tag!



   

Montag, 25. August 2014

Effiziente hochaufgelöste 3D-Erfassung und –Modellierung des Schaffhauser Munots



Im Rahmen des diesjährigen 3D-Blockkurses des abschliessenden Bachelor-Studiengangs in Geomatik, wurde der monumentale Schaffhauser Munot zum ersten Mal hochaufgelöst dreidimensional erfasst, modelliert und visualisiert.

Abb. 1: Der Schaffhauser Munot (als texturierte 3D-Dreiecksvermaschung dargestellt).
Dazu wurden von den Studierenden je nach Aufnahmeobjekt, verschiedenste 3D-Aufnahmetechnologien und Auswerteverfahren verwendet, um innerhalb von nur zweieinhalb Mess- und fünf Auswertungstagen verschiedenste umfangreiche Endprodukte (u.a. 3D-Animationsfilme, Projektpläne, web-basierter Panoramarundgang) zu erstellen. Der Munot wurde dabei von aussen primär mittels Nadir- und Oblique-UAV-Aufnahmen erfasst, während die inneren Räume mittels scannenden Tachymetern und einem terrestrischen Laserscanner (TLS) texturiert aufgenommen wurden.

Abb. 2: Eine Auswahl der verwendeten Sensoren: eBee-Microdrohne von Sensefly, P20-Laserscanner und scannender MS50-Tachymeter von Leica.
Die Modellierung des Munots erfolgte indem mittels automatischer Bildorientierung und Dense Image Matching dichte, texturierte Punktwolken aus den Photogrammetrie Aufnahmen abgeleitet, die photogrammetrisch- und TLS-basierten Punktwolken über ein gemeinsames Fixpunktnetz fusioniert und letztlich texturierte 3D-Dreieckvermaschungen abgeleitet wurden. Zur Visualisierung des Munots wurden schlussendlich 3D-Animationsfilme der texturierten 3D-Dreiecksvermaschungen erstellt.


Abb. 3: Der Zugang zum östlichen Wehrgang als texturierte 3D-Dreiecksvermaschung dargestellt.
 Weitere Informationen zum diesjährigen Blockkurs und Details zur bildbasierten 3D-Modellierung des Munots folgen in der diesjährigen September-Ausgabe der Zeitschrift „Geomatik Schweiz“.

Donnerstag, 7. August 2014

Geomatik Summer School 2014

7 Personen nahmen an der diesjährigen Geomatik Summer School teil. Während drei spannenden und lehrreichen Tagen wurde ihnen ein Einblick in die Aktivitäten des Institutes gegeben und verschiedene Programme und Technologien vorgestellt. Mit den gewonnen Kenntnissen konnten die Teilnehmenden selbstständig ein 3D-Modell erstellen und in einer Augmented Reality darstellen.

Teilnehmende Geomatik Summer School

Montag 4. August
Die Teilnehmenden machten sich aus der ganzen Deutschschweiz auf den Weg Richtung Fachhochschule Nordwestschweiz, wo um 9.00 Uhr die Geomatik Summer School startete. Nach einer kurzen Begrüssung wurden sie in die Geoinformatik eingeführt. Dabei ging es hauptsächlich um die Auswertung von GPS-Daten und deren Darstellung in einer Web-Anwendung. Anschliessend kriegten sie einen Einblick in die Messtechnik, im Speziellen ins Laserscanning. Der Tag wurde mit einem Grillplausch auf dem Dach der FHNW abgerundet.

Gruppenbild mit dem Laserscanner

Dienstag 5. August
Am zweiten Tag begaben sich die Teilnehmenden nach Rheinfelden, wo sie einen Bachelorstudenten, der eine Drohnenbefliegung durchführte, begleiten konnten.
Am Nachmittag fanden sich die Schüler wieder in der FHNW ein. Ihnen wurde eine Software vertraut gemacht, mit der sie automatisiert 3D-Objekte erstellen können. Ausgestattet mit dem neuen Wissen starteten die Teilnehmer, in kleinen Gruppen, ein eigenes Projekt zur Erstellung eines 3D-Modells. Am Abend stand ein gemeinsames Essen im Restaurant La Torre auf dem Programm.

Mittwoch 6.August
Am letzten Tag wurde das eigene Projekt fertiggestellt. Dabei wählten die Gruppen ein Objekt in der Nähe der Schule aus, planten die Aufnahme, führten sie durch, generierten das Modell, konvertierten, und visualisierten dieses in einer Augmented Reality. Zum Abschluss wurden die erstellten Modelle gegenseitig vorgestellt.

Mittwoch, 11. Juni 2014

Vielseitige IVGI-Präsenz am GEOSummit 2014

Auch dieses Jahr wieder  lud die  Schweizerische Organisation für Geoinformation (SOGI)  vom 3.-5. Juni 2014  zum GEOSummit 2014 nach Bern ein. Der GEOSummit findet alle zwei Jahre statt und ist Kongress und Messe in einem,  für die Geoinformationsbrache in der Schweiz jeweils ein Höhepunkt. Auch das IVGI war dieses Jahr sehr vielseitig und stark am GEOSummit vertreten. Der GEOSummit startete am Dienstag mit dem Workshop von Stephan Nebiker zum Thema: „3D-Geodaten: Erfassung, Modellierung, Verwaltung – Status und Trends“. Gleich danach bot Martin Christen einen weiteren Workshop  „Webbasierte 3D-Geodatennutzung“ dem interessierten Publikum an. Beide Workshops waren sehr gut besucht, was die Referenten sichtlich freute.

Gut besuchte IVGI-Workshops
über 3D-Geodaten...
... und deren webbasierte Nutzung.
Am IVGI Stand wurde zum einen für den Geomatik Bachelor- und Masterstudiengang geworben. Viele Interessierte konnten direkt mit Geomatik-Studierenden und IVGI-Mitarbeitenden sprechen und erhielten somit Informationen aus erster Hand.
Interessiertes Publikum am IVGI Stand
Demo Augmented Reality App "Augmented Maps"
(www.fhnw.ch/habg/ivgi/forschung/geoar)
Zum anderen konnten sich die Besucherinnen und Besucher einen Einblick in die Forschungs- und Entwicklungsprojekte am IVGI verschaffen. Publikumsmagnet war hierbei die Demo-Applikation des Projektes GeoAR (Geospatial Augmented Reality) des IVGI. Mittels einer Augmented Reality App wurden 3D-Geodaten, Höhenmodell und Orthophotos sowie weitere Inhalte, wie das öffentliche Verkehrsnetz, über ein gewöhnliches Papierkartenblatt der Landeskarte der swisstopo überlagert Das Projekt wurde zudem  am GEOSummit Kongress durch Benjamin Loesch vorgestellt.

Projektvorstellung www.see--you.ch am GEOSchool Day
Parallel zu Messe und Kongress fand dieses Jahr erstmals der GEOSchool-Day statt. Interessierte Schulklassen erhielten bei Hans-Jörg Stark, Reto Stibler und Thomas Gerzner durch einen kreativen Postenlauf einen Einblick in die Welt der Geomatik. So kamen einige erstmals mit einem Laserscanner in Berührung und die Schüler konnten sich in der Wurfweitenmessung versuchen. Die Lehrer dieser Schulklassen konnten sich zeitgleich am GEOSchool Corner über Geomatik Angebote, beispielsweise über das Projekt see-you (http://www.see--you.ch), für Schulklassen informieren.
Weitwurfmessung, Foto: GEOSummit

Trotz dicht gedrängtem Programm konnten wir uns alle, zusammen mit den 1‘100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern des GEOSummits an über 80 Ausstellungsständen über die neusten Trends informieren und viele spannende Gespräche führen.