Donnerstag, 28. April 2011

Hydrographische Aufnahme des Rheins in Basel - eine Kooperation von Hafen City Universität Hamburg (HCU) und dem IVGI

Im Auftrag des Tiefbauamts BS und des Bundesamtes für Umwelt (BAFU) werden von der HCU Hamburg (Hydrography Lab, Prof. Dr. Volker Böder) zurzeit hydrographische Vermessungsarbeiten zur Erfassung des Flussbetts und der Ufergeometrie des Rheins in Basel-Stadt durchgeführt.

Dazu wird das HCU-Hydrographic Multi Sensor Systems (HCU-HMSS), das verschiedene Sonar- und Echolotsensoren, ein GNSS-System zur Positionsbestimmung, eine IMU zur Navigation bei gestörter GNSS-Positionsbestimmung, einen 3D-Laserscanner und weitere diverse Sensoren zur Raumlagebestimmung umfasst, auf einem kleinen und wendigen 'Vermessungsschiff' eingesetzt.

Da unter den Rheinbrücken keine GNSS-Navigation möglich ist, übernimmt ein Inertialmesssystem (IMU) hier die Positionsbestimmung. Da diese Systeme bekanntermassen eine relative hohe Drift aufweisen und so bereits nach kurzer Zeit systematische Positionsabweichungen auftreten, die bei weitem die spezifizierte Aufnahmegenauigkeit übersteigt, sollten bei der Durchfahrt unter den Rheinbrücken zusätzlich unabhängige Positionsbestimmungen des Schiffs durchgeführt werden. Hierzu wurde auf dem Schiff unmittelbar unter der GNSS-Empfangsantenne ein 360°-Rundprisma montiert, um eine Positionsbestimmung von Land aus mit trackenden Tachymetern (3D-Raumvektorsensoren) zu ermöglichen.

Am Donnerstag, den 28. April 2011 konnten nun 18 Studierende des 2. Studiensemesters BSc Geomatik nach einer kurzfristigen Änderung des Semesterplans an diesem interessanten und nicht alltäglichen Projekt mitwirken und mit sechs links und rechts des Rhein in den Brückenbereichen stationierten trackenden Tachymetern (Leica TCRP1201) das HCU-HMSS mit einer Messfrequenz von 5 Hz messtechnisch und fast automatisch verfolgen. Ein spontan durchgeführtes Kooperationsprojekt mit unserer Partnerhochschule HCU Hamburg - nicht ganz ohne 'Knacknüsse'!
Zurzeit wird der umfangreiche Datensatz ausgewertet und für eine Verknüpfung mit den hydrographischen Messdaten durch die HCU vorbereitet.

Bilder: oben rechts - MCU-HMSS am 28.4.2011 auf dem Rhein; Mitte links - HCU-HMSS kurz vor der Durchfahrt unter der Schwarzwaldbrücke getrackt von einem Leica TCRP1201; unten rechts - Messstation im Rhein beim Museum Tinguely - warten aufs 'Zielobjekt'! Steigt das Wasser?

Kolloquium - 150 Jahre geodätische Forschung

Prof. Dr. Alain Geiger, Präsident der SGK (Schweizerischen Geodätischen Kommission), hielt eine interessante und unterhaltsame Präsentation zum Thema "Schweizerisch Geodätische Kommission - 150 Jahre geodätische Forschung: Was wissen wir mehr?" Beginnend - einige Jahre vor der Gründung der SKG - mit der ersten Bestimmung des Erdradius', erläuterte er verschiedene interessante Stationen der geodätischen Forschung von den Meridianmessungen, den Geoidbestimmungen bis zur Satellitengeodäsie. Auch aktuellere Forschungen und Resultate kamen nicht zu kurz: aus GNSS-Messungen kann zum Beispiel der Wasserdampfgehalt der Atmosphäre bestimmt werden oder das Schwappen des Genfersees beinflusst das Geoid und erschwert dadurch die exakte Ausrichtung der Anlagen im Cern bei Genf.

Donnerstag, 7. April 2011

Visuelle Kommunikation

Ein Gemeinschaftsprojekt der Hochschule für Gestaltung und Kunst und der Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik.

Im Herbstsemester 2010 hatten Studierende des 3. und 5. Semesters des Bachelor-Studiengangs vom Institut Visuelle Kommunikation die Aufgabe, diverse Forschungsaktivitäten am Institut Vermessung und Geoinformation (IVGI) zu visualisieren. Von 10 Studierenden erstellten jeweils zwei eine Video-Dokumentation von einem Forschungsprojekt. Weitere acht Studierende mit dem Schwerpunkt Bild stellten den Masterstudierenden Stefan Cavegn vom IVGI bildlich dar (siehe Abbildung). Als Ausgangsdaten dienten dabei ein Porträt, der Lebenslauf und die Aufgabenstellung der Master-Thesis mit dem Titel “Automatisierte Verkehrszeichenkartierung aus mobil erfassten Stereobilddaten“.

Donnerstag, 24. März 2011

Studierende des IVGI an der HTW Dresden

Im Rahmen des alljährlichen Studierendenaustausches hatten wir (3 Studierende des IVGI) die Gelegenheit, eine Woche an der Fakultät Geoinformation der HTW Dresden zu verbringen. Die Woche begann mit einem Rundgang durch die Räumlichkeiten der Fakultät. Anschliessend hatten wir die Gelegenheit, uns direkt im Felde intensiv mit dem Videotachymeter Trimble VX Spatial Station zu befassen. Des Weiteren erhielten wir einen Einblick in die faszinierenden Virtual Reality-Projekte der Fakultät und bekamen auch Gelegenheit, selber einen kleinen Bereich zu modellieren.
Mitte der Woche konnten wir eine Feldübung des 6. Semesters begleiten. Dabei führten wir Fast-Static-Messungen mit Trimble-GNSS-Empfängern durch. Eines der Highlights war sicherlich der Besuch der Firmenpräsentation „Trimble Express 2011“ in Leipzig, an welcher wir Gelegenheit hatten, die uns wenig bekannte Trimble-Produktpalette kennen zu lernen.
Gegen Ende der Woche konnten wir an einer Übung zur Anlegung eines Deformationsnetzes zwecks Überwachung einer Staumauer teilnehmen. Zudem hatten wir noch eine spannende Einführung ins Laserscanning mit Instrumenten der Firmen Riegl und Faro.
Am Wochenende unternahmen wir noch Ausflüge in die nähere Umgebung, begleitet durch zwei ortskundige Studenten. An dieser Stelle möchten wir uns ganz herzlich bei allen Beteiligten bedanken, welche uns diesen interessanten und abwechslungsreichen Aufenthalt ermöglicht haben.
[Bild: IVGI-ler in der sächsischen Schweiz]

Mittwoch, 2. März 2011

Das neue Direktionspräsidium der FHNW an der HABG und am IVGI

Am Mittwoch, den 2. März 2011 konnten wir das seit 1. Januar amtierende Direktionspräsidium der FHNW, vertreten durch Prof. Dr. C. Bergamaschi (Direktionspräsident), R. Weisskopf (Vizepräsident) und K. Hiltwein (Generalsekretärin) zu ihrem Antritts- und Informationsbesuch an der Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik FHNW begrüssen.
Viele konkrete Fragen und intensive Diskussionen mit der Hochschulleitung, mit Mitarbeitenden, der MOM und Studierendenvertretern standen im Zentrum des fast 10-stündigen Besuchs.
Beim Stopp im IVGI konnten wir über unsere aktuellen aF&E-Aktivitäten berichten und über Zukunftsvisionen diskutieren.
[Foto: Das Direktionspräsidium im Photogrammetrielabor, vlnr: C. Bargamaschi, R. Weisskopf, R. Gottwald, B. Späni]