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| Abb1 und 2: Beat Sievers bei seiner Abschiedsvorlesung |
Die letzten 15½ Jahre versah er die Professur für Geodäsie und Navigation an der FHBB/FHNW. Der Inhalt seiner Lehrtätigkeit war
- geodätische Statistik: Beurteilung von Messgrössen, Fortpflanzung von systematischen und zufälligen Messabweichungen in Funktionen
- Ausgleichungsrechnung (vermittelnd, bedingt, Gauss-Helmert)
- (höhere) Geodäsie (d.h. Landes- und Erdvermessung)
- Globale Navigationssatelliten Systeme GNSS (GPS, GLONASS, Galileo)
- Ingenieurgeodäsie
- Projektmanagement in der Vermessung
Forschung und Entwicklung sowie Dienstleistungen für Dritte betrieb er im Rahmen von Bachelor- und Master-Arbeiten sowie Messkampagnen, z.T. in Zusammenarbeit mit P. Mahler und B. Fischer. Arbeiten aus den Themen
- Bezugsrahmenwechsel (LV03↔LV95 bzw. Gauss-Krüger nach ETRS89/UTM)
- Homogenisierung von Fixpunktnetzen
- Interpolation (verschiedene Methoden) mit Softwareerstellung und Erarbeitung von Qua-litätsindikatoren
- praktische Untersuchung neuer Instrumente und Auswertesoftwares und Erarbeiten von Erkenntnissen und Einsatzgrundsätzen
- Integration moderner Aufnahmeverfahren mit GIS
- GNSS: Untersuchung von Vernetzungsmethoden (VRS, MAC, FKP)
- GNSS: Einsatz von Referenzstationen in Post-Processing und Echtzeitkinematik (swipos-PP, swipos-INFRA, swipos-GIS/GEO und Leica Spider/refnet)
- GNSS: Untersuchung von modernen Übertragungstechniken (GSM, Internet) und Datenformaten (RTCM 3.1 / 3.2 MSM)
- Deformationsmessungen mit Auswertung und Analyse (Schwanderbärgli bei Brienz, Schlipf bei Riehen; 2½D oder 3D ausgeglichen robust und MdkQ)
- Bestimmung rezenter Krustenbewegungen (Wildhorndecke, Strain-Zone Le Pont, SGK-Netz Turtmann; 3D; zusammen mit swisstopo)
- Fixpunktnetz höchster Genauigkeit für das Felslabor Mont Terri (mit swisstopo)
- Geomonitoring (Systemaufbau, Installation, Betrieb, Auswertung)
- Mitwirkung beim Aufbau des Leitfadens der V+D für die Anwendung geometrischer Transformationsmethoden in der amtlichen Vermessung (2008).
Die Informatik spielte im Berufsleben von Beat Sievers immer eine herausragende Rolle. In sei-ner Studienzeit gab es noch Kartenlocher und Lochkarten als Standardeingabe für Rechner, vgl. Abb. 3. Vor dem PC rechnete man am Zentralrechner an einer Eingabe-Tastatur, Abb. 4.
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| Abb3: Lochkarte und Lochkartenstanzer |
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| Abb4: Arbeiten am Zentralrechner |
Mit Beat Sievers verlässt ein prägender Geomatik-Ingenieur und Lehrer sowie ein interessanter Diskussionspartner das IVGI der HABG/FHNW.
Prof. Dr. Stephan Gass erteilte seit 1985 an der IBB/FHBB/FHNW die Fächer Deutsch bzw. Kommunikation und Recht. Daneben versah und versieht er weiterhin das Amt eines kantonalen Oberrichters im Kanton Basel-Landschaft. Dort hatte und hat er die verschiedensten Fälle zu beurteilen, was zu einem reichhaltigen Fundus an konkreten Beispielen führte. Ehemalige StudentInnen erzählen denn auch, wie Stephan Gass es verstand, einen sehr interessanten Unterricht zu gestalten, in dem echte Fälle eine wichtige Rolle spielten. Rollenspiele mit Klägerpartei, Angeklagten mit Verteidigern und Richtern führten die StudentInnen in Rechtslehre ein.
In seiner Abschiedsvorlesung behandelte Prof. Dr. S. Gass nochmals einige juristische Fragestellungen, welche ihn in seiner Lehrtätigkeit beschäftigt hatten. Bauingenieure, Bauherren und Architektinnen sowie die Verwalter des Grundbuchs benötigen grundlegende Rechtskenntnisse, da ihre Tätigkeiten auch immer juristische Folgen auslösen.
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| Abb5: Stephan Gass an seiner Abschiedsvorlesung |
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| Abb6: Stephan Gass im Büro |
Mit Stephan Gass verlässt ein hervorragender Lehrer und Jurist sowie ein interessanter Diskussionpartner das IVGI der HABG/FHNW.






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